Verein

Aktiv und inklusiv für ein selbstbestimmtes Leben

„Behindert ist man nicht. Behindert wird man.“

Dieses alte Motto der Behindertenbewegung ist heute noch so aktuell wie 1990, als Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in Regensburg unseren Verein PHÖNIX e.V. gründeten, der damals noch den provokanten Namen „Vorsicht Behinderung!“ e.V. trug. Ein wichtiges Anliegen von damals war es, persönliche Assistenz für Menschen mit schweren Behinderungen anzubieten, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Mit einer Beratungsstelle und einem ambulanten Pflege- und Assistenzdienst unter der Regie behinderter Menschen ging der Verein an den Start – Anfang der 90er Jahre eine echte Pionierleistung. Die maßgeschneiderte individuelle Hilfe, zu der neben Grundpflege und Unterstützung im Alltag auch die Begleitung bei der Teilnahme am öffentlichen Leben gehört, ist seitdem das Markenzeichen unseres ambulanten Dienstes.

Damals wie heute geht es nicht nur darum, selbst gut versorgt zu sein, vielmehr leben wir unseren Traum von einem eigenständigen Leben ohne Fremdbestimmung und Zwang. Die Erfahrung, wie wir das geschafft haben, geben wir in unserer Beratungs- und Vereinsarbeit weiter, um auch anderen Menschen mit Behinderung diese Möglichkeit zu eröffnen.

Da wir davon überzeugt sind, dass ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung langfristig aber nur dann wirklich gelingen kann, wenn wir einen Platz in der Mitte der Gesellschaft einnehmen, sichtbarer werden, Ängste und Vorurteile -auf beiden Seiten- überwinden und somit innere und äußere Barrieren abbauen, setzen wir uns (auch politisch) für Inklusion ein.

Unser Ziel eines gleichberechtigten Miteinanders auf Augenhöhe spiegelt sich seit ein paar Jahren nun auch in unserer Satzung wider. Anders als früher, können seit 2017 auch Menschen ohne Behinderung stimmberechtigte Vereinsmitglieder werden und sind uns nicht mehr nur als reine Fördermitglieder willkommen.

Die Satzung von PHÖNIX e.V. stellt aber dennoch auch weiterhin sicher, dass behinderte Menschen an allen wichtigen Entscheidungen, insbesondere im ambulanten Pflege- und Assistenzdienst, maßgeblich beteiligt sind und nicht zu ihren Ungunsten überstimmt werden können.  

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